Donnerstag, den 19. Januar 2012 - ewige Anbetung in Walpersdorf - um 16.00 Uhr ist Eröffnung der Anbetung in der St. Sebastian Kirche in Walpersdorf, anschl. stille Anbetung, 17.00 Uhr Betstunde mit Totengedenken, 18.00 Uhr Abschluss der Anbetung mit eucharistischem Segen - anschl. Hl. Messe
Die nächste Anbetung ist im Februar in der St. Matthias Kirche in Deuz, der Termin wird noch bekanntgegeben.
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*(Grafik:pfarrbriefservice.de,Sarah Frank)
Ewige Anbetung - eine Gebetskette
Am 1. Adventsonntag (27.11.) 2011 hat Erzbischof Hans Josef Becker mit einem Pontifikalamt um 11.45 Uhr im Hohen Dom zu Paderborn die alljährliche "Ewige Anbetung" im Erzbistum eröffnet.
"Ewige Anbetung" ist eine von den Pfarreien und Klöstern in der Erzdiözese getragene Gebetskette, in der während des gesamten Kirchenjahres in den Anliegen der Kirche gebetet wird.
Über das ganze Kirchenjahr hinweg werden mit der „Ewigen Anbetung“ die Anliegen der Kirche, des Erzbistums Paderborn und der Gemeinden in einer Gebetskette in die Pfarreien und Klöster der Erzdiözese getragen. Die „Ewige Anbetung“ geht im Erzbistum Paderborn auf Bischof Konrad Martin zurück, der sie zum ersten Advent 1857 einführte. In seinem damaligen Hirtenschreiben heißt es: „Vom ersten Advents-Sonntage an soll die ewige Anbetung ununterbrochen bei Tag und bei Nacht in Unserer Diöcese fortdauern, dergestalt, daß immer die eine Kirche oder Gemeinde die andere in der Anbetung des Allerheiligsten ablöse in der von Uns festgesetzten Reihenfolge und nach dem einer jeden Kirche und Gemeinde zugemessenen Zeitmaße.“
Heute wird die „Ewige Anbetung“ im Erzbistum im Sinne einer „täglichen Anbetung“ begangen. Das Erzbistum Paderborn folgt damit der Weisung des Apostels Paulus, der die Thessalonicher in einem Brief mahnt, ohne Unterlass zu beten (1Thess 5,17).
Venite, adoremus. Kommt, lasst uns anbeten.
Gebet: Herr Jesus Christus, du bist in unserer Mitte. Wir beten dich an und danken dir. In diesem Brot dürfen wir teilhaben an deinem Leben, an deiner Liebe, an deinem Erbarmen. Wir dürfen dich bitten in unseren Sorgen und Nöten; denn du lässt uns niemals allein. Wir dürfen einstimmen in den Lobpreis, den du seit Ewigkeit dem himmlischen Vater darbringst. Mit ihm sei dir alle Ehre und Herrlichkeit jetzt und in Ewigkeit. Amen.
Im Pastoralverbund Johannland Siegtal ist ca. eine Woche vor dem jeweiligen Patronatsfest der Kirche/Kapelle ewige, eucharistische Anbetung (Termine stehen zu gegebener Zeit in den Pfarrnachrichten), in der St. Nikolauskirche in Salchendorf ist immer an Erscheinung des Herrn, am 06. Januar ewige Anbetung und in der Pfarrkirche St. Cäcilia Irmgarteichen ist immer am 18. August ewige eucharistische Anbetung.
In diesem Sakrament der Liebe wartet Jesus Christus selbst auf uns, wir können ihm dort begegnen. Bei der Anbetung dürfen wir uns mit unserer ganzen Person Gott öffnen und alle unsere Gefühle vor ihn tragen.
(siehe auch Gotteslob, Paderborner Anhang, Nr. 910)
Was ist die Aussetzung des Allerheiligsten?
Frage:
"Ich wurde zwar katholisch erzogen und hatte auch in der Schule katholischen Religionsunterricht, aber nach langer "Abstinenz" bin ich erst seit kurzem wieder am katholischen Glauben und an Gottesdiensten interessiert. Im Zusammenhang mit der Maiandacht und dem Fronleichnamsfest habe ich in letzter Zeit öfter von der "Aussetzung des Allerheiligsten" gehört. Was bedeutet dieser Begriff eigentlich? Außerdem habe ich während einer Maiandacht beobachtet, wie der Priester die Monstranz sehr umständlich mit seinem Umhang aufnahm. Darf er sie nicht mit den Händen berühren?" Emmi L., Vilsbiburg
Eine Antwort von Pater Anselm Grün
Pater Anselm Grün:
Das Allerheiligste ist die Hostie, das Brot, das in der heiligen Messe in den Leib Jesu Christi verwandelt worden ist. In der Eucharistie essen wir das verwandelte Brot. Doch im Mittelalter gab es das Bedürfnis, das Geheimnis der Eucharistie in das Leben zu integrieren, indem man auf die verwandelte Hostie schaute. Dafür formte man schöne Monstranzen, um die Hostie allen feierlich zu zeigen. Wenn der Priester die Monstranz auf den Altar stellt, damit sie alle anschauen, dann nennt man das Aussetzung des Allerheiligsten. Weil die Monstranz Christus selbst enthält, geht der Priester ehrfurchtsvoll damit um und umfasst die Monstranz mit dem so genannten "Velum", einem Tuch, um seine Ehrfurcht vor dem Heiligen auszudrücken. Das Wort "Velum" kommt übrigens aus dem Lateinischen und bedeutet Segel oder Hülle. Die Aussetzung hat den Sinn, auf die Hostie zu blicken und zu vertrauen, dass nicht nur dieses Stück Brot in den Leib Christi verwandelt ist, sondern dass Christus auch mich durchdringen und verwandeln möchte. Nicht nur mich, sondern alle Gläubigen gemeinsam, die auf die Hostie schauen.
Quelle: Liborius Magazin LiMa 14/2011